Vivaz Pro White

Vivaz Pro White

Titel: Testbericht Sony Ericsson Vivaz Pro: Die Smartphone Affäre – und die Rückkehr zum Wesentlichen

Hersteller: Sony Ericsson
Preis ca: 260,- € (Vertragsfrei)
Erhältlich bei: Amazon

Es bricht die Zeit heran, in der nicht mehr zu leugnen ist, dass in Jacken- und Hosentaschen von Freunden und Bekannten sich größtenteils diese „intelligenten Telefone“ tummeln. Auch man selbst darf diese erhabenen Kleincomputer immer mal wieder tätscheln und somit prüfen, wie weit es die Technik gebracht hat. „Das Ding hat 800 Mhz?! Echt famos!!“. Im Geheimen halte ich für mich selbst fest, dass diese Telefone ja WIRKLICH Kleincomputer sind. Okay, das wäre schon mal geklärt.

Also, Ergebnis der Sozialisierung: Man wird angesteckt und will auch ein Telefon haben, dass einem die Emails hinterher schleppt, ein Riesen-Streichelsensitives-Display hat und dabei auch noch fesch aussieht. Schön, dass das recht aktuelle Sony Ericsson Vivaz Pro zur Hand liegt und gestestet werden darf.

Das Vivaz Pro ist ein Smartphone mit vernünftigen Hosentaschenabmessungen, besitzt einen 3.2“ Touchscreen, eine 5 Megapixel Kamera (die auch eine HD-Videofunktion beinhaltet) und für den Audiospaß einen 3.5 mm Klinkenanschluss. Quergestellt kann das Display nach oben geschoben werden um die qwertz-Tastatur freizulegen. Die Verbindungsmöglichkeiten des Vivaz Pro sind umfassend, für einen Internetzugang darf sowohl auf WLAN als auch auf HSPA zurückgegriffen werden.

Das Gerät ist optisch und haptisch durchaus sehr ansprechend. Es gibt zwei Farbversionen, schwarz und weiß. Hierzu ein ganz klares Statement: Das Schwarze ist optisch markant und insgesamt sehr gelungen. Das Weiße hingegen wirkt subjektiv insbesondere durch die Chromergänzungen eher sportlich – das Wort das ich suchte war dann aber doch „feminin“. Hinzu kommt, dass die Plastikelemente an dem hellen Gerät weniger hochwertig wirken. Das Vivaz Pro macht im alltäglichen Gebrauch einen sehr soliden und robusten Eindruck. Getrübt wird dieser Eindruck lediglich durch den dünnen Rückseitendeckel aus Plastik. Dieser besitzt keine Mechanik und muss zum Öffnen des Gerätes „abgegnibbelt“ werden. Durch die angemessene Größe des Gerätes (und des Displays) lässt sich das Smartphone gut bedienen und es lässt sich auf der Tastatur wirklich hervorragend tippen.

Erfreulicherweise ist die Gesprächsqualität SE-typisch gut und die Gesprächslautstärke lässt sich individuell mit den intuitiv angebrachten Seitentasten regeln. Kurznachrichten sind schnell und komfortabel verfasst und können sowohl in der klassischen Ansicht aufgerufen werden als auch in der praktischen Chatverlauf-Darstellung. Einen klaren Schritt nach vorne gegenüber klassischen Telefonen geht das Vivaz Pro mit seinen Business Funktionen. Dank Querformat ist der integrierte Kalender gut einseh- und bedienbar. Browserinhalte werden ebenso hervorragend abgebildet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gerät ein angenehmes Bedienkonzept hat und dem Nutzer viele Aufgaben des Alltages erleichtert. Dennoch, ein Wehrmutstropfen trübt den Gesamteindruck prägnant: Ich empfinde die Symbian-Oberfläche als äußerst träge. Besonders stark ist mir diese Eigenschaft beim Konfigurieren des Telefons aufgefallen. Außerdem ist das Bedienkonzept mitsamt seinen verschachtelten Menüs wenig intuitiv.

Das Vivaz Pro ist eine recht gelungene Gradwanderung zwischen klassischem Handy und den technischen Flagschiffen wie iPhone oder ähnlichen Geräten. Es ist ein solides, funktionales Mobiltelefon, aber mir fehlt leider etwas von dem Spaßfaktor, den man eher mit einem HTC Desire oder einem iPhone erhält. Letztendlich muss ich noch einmal auf die Subjektivität meiner Darstellung hinweisen. Im Nachhinein bin ich nämlich noch immer ein sehr zufriedener Nutzer eines puristischen Handys – und das wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben.

Bildnachweis:
Das Produktfoto entstammt der offiziellen Pressebibliothek von Sony Ericsson. Sony Ericsson Pressezentrum