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Beiträge von Dirk Müllmann

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Wohnort: Osnabrück (Niedersachsen)

 

Best of Comedy

Erstellt am 25. Juli 2011 | Kommentare deaktiviert für Best of Comedy
Veröffentlicht in der Kategorie Rezensionen, Bücher

978-3-86883-137-5Titel: Best of Comedy [Taschenbuch]
Autor/in: Willy Astor, Otto Waalkes, Michael Mittermeier, Helge Schneider, Sascha Korf, Horst Evers, Ralf Schmitz, Olaf Schubert
Verlag: riva Verlag
ISBN: 978-3-86883-137-5
Preis: 14,99 €
Erhältlich bei: Amazon

Es gibt einige Probleme mit Büchern von Comedians, die mich immer wieder davon abhalten, das Werk eines Stand-Ups zu kaufen: Zuerst, dass, kenne ich den Comedian nicht, ich auch nicht weiß, ob ich ihn lustig finde. Dann, dass, wenn ich länger nichts von einem Komiker gehört habe, ich nicht weiß, ob ich ihn noch lustig finde oder ob sein neues Programm mir doch einfach nicht liegt. Und zuletzt, dass jemand, der auf der Bühne die Lacher auf seiner Seite hat, nicht zwangsläufig auch ohne seine Präsenz, sondern nur vertreten durch in Karton gebundenes Papier, wirklich lustig sein muss.

Hierfür schafft der riva Verlag nun aber Abhilfe. Mit „Best of Comedy“ bieten sich dem Leser Einblicke in die Arbeit verschiedener bekannter deutscher Comedians und ihre aktuellen Programme. Neben Auszügen von Oliver Kalkofe, der mit seinen „Letzten Worten“ schon seit Jahren die deutsche Fernsehlandschaft bissig kommentiert, Michael Mittermeier, der seine Erfahrungen als junger Vater mit uns teilt, den Herren Oschmann und Bender, die beide von dem alltäglichen Wahnsinn eines Bahnfahrers berichten, und nicht zuletzt Sascha Korf, der uns hilft endlich schlagfertiger zu werden, finden sich auch Beiträge von deutschem Comedy-Urgesteinen wie Otto Waalkes, Willy Astor oder Helge Schneider.

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So würde Hitchcock präsentieren

Erstellt am 7. Juli 2011 | 1 Kommentar
Veröffentlicht in der Kategorie Rezensionen, Bücher

 

978-3-86881-298-5Titel: So würde Hitchcock präsentieren: Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung [Taschenbuch]
Autor/in: Michael Moesslang
Verlag: Redline
ISBN: 978-3-86881-298-5
Preis: 17,99 €
Erhältlich bei: Amazon

Was ist der Unterschied zwischen „Die Vögel“ und einem Vortrag über die Quartalsergebnisse eines mittelständischen Betriebes? Warum schauen wir uns „Psycho“ freiwillig an, nicht aber die Folienshow über die Semesterarbeit eines Kommilitonen? Die Antwort ist sehr einfach, weil wir die Filme von Hitchcock auch fünfzig Jahre nach ihrem Entstehen noch als spannend aufgebaut und interessant präsentiert empfinden, was man von den meisten beruflichen Vorträgen unseres Alltags hingegen leider nicht behaupten kann.

Einer Präsentation kann es an Vielem mangeln: überfrachtete und unverständliche Folien wirken ebenso tödlich wie ein unsicherer Redner oder auch ungenügende Vorbereitung. Und die Ausrede, ein Thema gebe eine gute Aufbereitung einfach nicht her, ist spätestens seit der Erfindung von Pecha Kucha und Powerpoint-Karaoke in der Praxis eindeutig widerlegt.

Mit der steigenden Bedeutung von Präsentationen im Beruf ist auch die Auswahl an Literatur für die Verbesserung der eigenen Darstellungsskills gewachsen. Die meisten Autoren beweisen dort jedoch eindrucksvoll, dass sie beim Schreiben dieser Werke ihre eigenen Ratschläge für den Leser nicht beherzigen, denn, das haben fast alle Bücher zu diesem Thema gemeinsam: Sie sind langweilig, kompliziert und unübersichtlich, praxisfern und viel zu überladen mit Kleinsthinweisen, die so unmöglich in die eigene Präsentation eingebunden werden können. Mit „So würde Hitchcock präsentieren“ bricht Michael Moesslang endlich mit dieser unglücklichen Tradition.

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Hätten Sie es geschafft?

Erstellt am 24. Juni 2011 | Kommentare deaktiviert für Hätten Sie es geschafft?
Veröffentlicht in der Kategorie Rezensionen, Bücher

978-3-86882-229-8Titel: Hätten Sie es geschafft?: Die härtesten Prüfungen der Welt – Vom Pilotentest über das Bewerbungsverfahren der Journalistenschule bis zur Aufnahmeprüfung des Vereins der hochbegabten Menschen [Taschenbuch]
Autor/in: Doris Preißler
Verlag: mvg
ISBN: 978-3-86882-229-8
Preis: 9,99 €
Erhältlich bei: Amazon

Was muss ein Bewerber wissen, damit er Pilot werden kann? Wie lauten die Fragen an einen zukünftigen Astronauten, denen er sich in einem Einstellungstest stellen muss? Und noch interessanter, wäre ich diesen Anforderungen gewachsen und könnte den Test, der mir das geistige Rüstzeug für den Beruf bescheinigt, bewältigen?

Doris Preißler bietet ihren Lesern in diesem Buch, in dem sie Auszüge aus als besonders schwierig geltenden Aufnahmeprüfungen und Einstellungstests zusammenstellt, die Möglichkeit eine Antwort auf diese Fragen zu finden und nach dem Durcharbeiten zumindest zu erkennen, in welchen Bereichen das vorhandene Wissen und die bestehenden Fähigkeiten noch ausgebaut werden müssen, um den Traumjob ausüben zu können. Egal, ob es sich um die geistigen Anforderungen an Piloten, Astronauten, Minentaucher oder Journalisten handelt, „Hätten sie es geschafft?“ vermittelt einen Eindruck davon, in welchen Gebieten Bewerber für diese Berufe besonders gefordert sind und geschult sein müssen. Zusätzlich kann man dann sogar noch erfahren, ob man nicht gar die geistigen Fähigkeiten für den Hochbegabtenclub ‚Mensa’ mitbringt oder, für alle mit nicht ganz so hochgesteckten Zielen, ob man zumindest über ausreichend Wissen verfügt, um den neuen deutschen Einbürgerungstest zu bestehen.
Eingeleitet werden die Fragebögen durch eine Einordnung der Autorin, in der sie die weiteren, in der Regel nicht weniger essentiellen wie anspruchsvollen Voraussetzungen für das Ergreifen des Berufes darlegt. Denn das richtige Beantworten der Fragen zum Minentaucher sagt ja noch nichts über das Erfüllen der erwarteten physischen Voraussetzungen aus.

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Beschränkt ist der große Bruder von blöd – klüger werden leicht gemacht

Erstellt am 10. Mai 2011 | Kommentare deaktiviert für Beschränkt ist der große Bruder von blöd – klüger werden leicht gemacht
Veröffentlicht in der Kategorie Rezensionen, Bücher

978-3-499-62720-0Titel: Beschränkt ist der große Bruder von blöd: Klüger werden leichtgemacht
Autor/in: Die Profis von Radio Eins RBB
Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-62720-0
Preis: 08,99 €
Erhältlich bei: Amazon

Was kommt raus, wenn Jörg Thadeusz mit den anderen Profis von radio eins Wissenschaftler aus allen Fachgebieten darum bittet, die Welt und die Fragen mit denen sie sich beschäftigen vorzustellen und dann ein Buch darüber veröffentlicht? Zum einen eines der besten Bücher im Bereich der Aufbesserung des Allgemeinwissens, das man zur Zeit bekommen kann und als langfristig Folge, das Problem für jeden, der außerhalb des rbb Sendebereichs wohnt, nicht regelmäßiger Hörer sein zu können, obwohl man es in Folge der Lektüre wirklich gerne wäre.
Nach dem Pisa-Schock 2000 und der damit verbundenen Erkenntnis, dass nicht nur unsere Schüler, sondern auch wir weniger gebildet sind als es uns gut täte, gab es viele Versuche mit Druckerzeugnissen über Bildung oder was die Autoren dafür hielten, das schlechte Gewissen der Leser zu bedienen und gute Verkaufszahlen zu erzielen. Qualität und Lesevergnügen blieben dabei oft auf der Strecke.
Aus diesem Muster brechen die Profis von radio eins aus, indem sie nicht unsere Angst davor dumm zu sein, ansprechen, sondern der Wissenschaft den roten Teppich ausrollen und die Stars eines Metiers dazu auffordern, das, was die Welt im Inneren zusammenhält, aus ihrer professionellen Sicht so zu erklären, dass auch der Durchschnittshörer es versteht. Und tatsächlich gelingt es den eindeutig zu Unrecht als unverständlich gescholtenen Forschern, Themen und Phänomene des Alltags einfach, aber nicht verkürzt, verständlich, aber nicht zu oberflächlich, darzustellen und in ihr Fachgebiet fundamentale Einblicke zu erlauben; unter ihnen als besonders regelmäßiger wissenschaftlicher Begleiter Mark Benecke, der vielen als „Herr der Maden“ ein Begriff sein wird.
Die große Kunst dieses Buches besteht dabei darin, dass es sich trotz aller Gründlichkeit nicht in Kleinstproblemen oder besonderem Spezialwissen verliert, sondern mit einem roten Faden Grundfragen verschiedener Gebiete, wie Ökonomie, Psychologie, fast allen Naturwissenschaften oder auch Sport behandelt und demjenigen, der mehr wissen möchte in einem breit gefächerten Verzeichnis Vertiefungsliteratur anbietet. Jörg Thadeusz steht dabei als Garant dafür, dass neben aller öffentlich-rechtlichen Sachlichkeit und Seriosität auch Unterhaltung und Lesevergnügen nicht zu kurz kommen. So geht das Buch nicht nur der Frage nach, warum der Placebo-Effekt funktioniert, sondern erklärt auch, dass Stripperinnen zum Zeitpunkt ihres Eisprungs bis zu 50% mehr Trinkgelder bekommen. Es wird beschrieben, warum Religion evolutionsbiologisch sinnvoll ist, aber auch, dass Prostitution und Pornographie schon bei Primaten vorkommen. Somit bietet sich eine grandiose Mischung aus Fakten und Kuriosem.
Nach einem beeindruckenden Vorwort und einer einleitenden Erklärung, was Wissenschaft überhaupt ist, widmen sich die einzelnen Kapitel des Buches jeweils einer großen Fachrichtung, wobei in für Lesepausen nützlichen Unterkapiteln einzelne Fragen angesprochen werden. Dabei liest es sich trotz inhaltlicher Tiefe leicht, unterhaltsam und vermittelt fast nebenbei noch eine Menge Grundverständnis.
Ich weiß nun, dass im Namen der Quirkologie, der skurrilen Wissenschaft des Alltags und alltäglichen Verhaltens, schon mal ganze Walkadaver versenkt werden, Halluzinationen durchaus genossen werden dürfen und die Sexorgien der australischen Breitfuß-Beutelmaus das Männchen regelmäßig das Leben kosten. Gleichzeitig haben aber auch neue vertiefende Lektüreideen mein Interesse geweckt, sodass dieses Buch noch einige Zeit nachwirken wird. Von mir daher eine dringende Kaufempfehlung zur vergnüglich-fundierten Wissenserweiterung!

Toto & Harry – Was Sie schon immer über die Polizei wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten

Erstellt am 27. April 2011 | Kommentare deaktiviert für Toto & Harry – Was Sie schon immer über die Polizei wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten
Veröffentlicht in der Kategorie Rezensionen, Bücher

978-3-499-62712-5Titel: Toto & Harry. Was Sie schon immer über die Polizei wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten
Autor/in: Torsten Heim, Thomas Weinkauf, Frank Schneider
Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-62712-5
Preis: 09,99 €
Erhältlich bei: Amazon

Man darf sich von dem Titel nicht täuschen lassen. Denn auch wenn es sicher nur wenige Fragen gibt, die man sich nicht trauen dürfte, den Vertretern einer Behörde zu stellen, die sich mit Stolz auch Freund und Helfer des Bürgers nennt und deren Handlungsgrundlagen in öffentlich einsehbaren Gesetzen und Urteilen zweifelsfrei festgelegt sind, stehen selbst diese nicht im Mittelpunkt des vierten Büchleins der beiden Bochumer Polizisten. Vielmehr berichten die aus der Sat1 TV-Serie bekannten Ruhrpott-Cops Torsten „Toto“ Heim und Thomas „Harry“ Weinkauf über besondere Fälle aus ihrem Alltag, die bisher nicht im Fernsehen zu sehen waren.
Sprache und Stil der kurzen Anekdoten, deren Auflösung einem häufig aus kuriosen Pressemeldungen von anderen Polizeibehörden als der Bochumer verdächtig bekannt vorkommt, sind schlicht und einfach gehalten. Es geht meist um Sex, damit verbundene schlüpfrige Situationen oder rührselige Geschichten von gesellschaftlichen Außenseitern. Übermäßig häufig wird betont wie schrecklich es doch gerade für die Väter von jüngeren Kindern im Polizeidienst ist, wenn Minderjährige Opfer von Kriminalität werden und am Ende einer jeden Geschichte steht oft die politisch korrekte Auflösung der erlebten Situation, was stark an Schulaufsätze aus der Unterstufe erinnert, wo dem unwissenden Bürger mitgeteilt werden soll, wie er sich richtig zu verhalten hat. Auch mit persönlichen, politischen Ansichten zu Volksthemen wie dem Ärgernis des teuren Euro wird nicht gespart, wobei hier wie auch im sonstigen Inhalt, dem einfach Bürger aufs Maul geschaut und nach demselben geredet wird. Oder kurz: Alles abseits vom Mainstream ist irgendwie verdächtig.
Nur verhältnismäßig wenig werden dementsprechend Irrtümer behandelt, die sich in der Polizeiarbeit ergeben können und wenn, ist ihre Darstellung leider an einigen Stellen falsch. Denn auch, wenn sich manche Polizisten gerne so verhalten, sind sie – wie auch Staatsanwälte, Richter oder Verwaltungsbeamte – nicht immer im Dienst und ihre Befugnisse haben somit außerhalb ihrer Arbeitszeiten dieselben Grenzen wie die anderer Bürger. Ebenso die nach den beschriebenen Verbrechen in Aussicht gestellten Strafmaße sind unrealistisch, denn nur weil das Gesetz eine bestimmte Sanktion vorsieht, heißt es nicht, dass diese auch wirklich verhängt wird.
Neben diesen Erlebnissen der Ordnungshüter werden in einigen Abschnitten Fragen zur Ausrüstung eines Polizisten beantwortet, Tipps zum Vorgehen bei Melden eines Notfalls bei einer Notrufnummer und, angesichts der Abkürzungswut der Polizei äußerst hilfreich, im Anhang des Buches eine Erklärung der gängigsten Kürzel angeboten.
Fans der Dokuserie werden sich ebenso gut unterhalten fühlen wie diejenigen, die sich für den Polizeialltag interessieren. Alle anderen sollten sich den Kauf jedoch gut überlegen.

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